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Aktuelle rechtliche Situation

 

Wir weisen darauf hin, dass der Besitz und die Nutzung von Nachtzielgeräten weiterhin nicht erlaubt ist.

 

Der Erwerb, der Besitz und die Nutzung dieser Geräte, ohne die entsprechende Sondergenehmigung vom BKA, stellt in Deutschland eine Straftat dar.

Leider wird hier (ähnlich wie die immer wieder in den Medien auftretende Verwechslung von Waffenbesitzkarte und Waffenschein) nicht zwischen multifunktionalen Nachtsichtgeräten und reinen Nachtzielgeräten differenziert.

Per Definition ist ein Nachtzielgerät  für die Verwendung in Verbindung mit einer Schusswaffe bestimmt. Es hat, neben der Nachtsichtfähigkeit auf Restlichverstärker- oder Wärmebildbasis, folgende Merkmale:

 

- ist konstruiert und bestimmt für eine Schußwaffe

- hat eine Montagevorrichtung für eine Schußwaffe

- hat eine Zielmarkierung (Absehen) zum anvisieren des Zieles.

 

Diese Merkmale müssen nicht alle gleichzeitig zutreffen, bspw. hat ein professionelles Vorsatzgerät eine Waffenmontage aber nicht unbedingt ein integriertes Absehen, da das Absehen des Zielfernrohres genutzt wird.

 

Bereits eine dieser Eigenschaften macht das Gerät zum verbotenen Gegenstand und der Besitz (nicht erst das Verbinden mit der Schusswaffe) ist eine Straftat!

 

Darüber hinaus gibt es sogenannte multifunktionale Nachtsichtgeräte, die primär zu Beobachtungszwecken konstruiert und bestimmt sind, aber auch bedingt als Zielhilfsmittel verwendet werden können. Der Klassiker hierbei ist die millionenfach verbreitete Militärlösung: mit der am Kopf befestigten  Nachtsichtbrille durch ein nachtsichtfähiges Rotpunktvisier durchzuschauen; dabei wir die Zielmarkierung gestochen scharf im Bild des Nachtsichtgerätes gesehen und es kann ein sicherer Schuß angebracht werden.  

 

Diese Lösung war schon immer nach dem WaffRecht und dem Jagdrecht erlaubt!

 

Es wird zukünftig möglich sein (bisher nur in Bayern und Baden Württemberg), mit entsprechender Sondergenehmigung, sogenannte „Dual Use“ Geräte mit der Waffe/der Zieloptik fest zu verbinden und für die Bejagung von Schwarzwild einzusetzen.

Solche Geräte sind heute schon frei zu erwerben und können mit entsprechenden Adaptern auf das Objektiv - oder besser noch auf das Okular des Zielfernrohres zur Vermeidung von Parallaxe Fehlern und mechanischen Überbelastungen - aufgesteckt werden. Diese Lösung wird insbesondere bei weiten Schüssen als komfortabel empfunden, da die Vergrößerung des Zielfernrohres genutzt werden kann.